Open Doors Informationen für den Gemeindebrief

Eritrea:

Christen aus Freikirchen gelten als Staatsfeinde


(Open Doors, Kelkheim) – Im Mai 2022 ist es 20 Jahre her, dass die Regierung von Eritrea nur vier Religionsgruppen im Land offiziell genehmigt hat. Das sind der sunnitische Islam, die Eritreisch-Orthodoxe Kirche (EOK), die Lutherische Kirche und die Römisch-Katholische Kirche. Andere religiöse Gruppen haben zwar eine Registrierung beantragt, jedoch nie erhalten. Sie sind verboten. Seitdem wurden Tausende von Christen wegen Teilnahme an illegalen Versammlungen verhaftet und in einem der zahlreichen Gefängnisse des Landes inhaftiert. Bei ihrer Entlassung werden die Christen aufgefordert, ihren Glauben zu widerrufen und sich in regelmäßigen Abständen bei der Polizei zu melden. Christen aus nichtregistrierten Gemeinschaften werden von den Behörden überwacht sowie systematisch eingeschüchtert und unterdrückt. Für die Regierung sind sie Staatsfeinde.


Ruth und ihre Familie haben wegen ihres Glaubens schwere Verfolgung erleiden müssen

Einige hochrangige Kirchenleiter sind seit mehr

als 20 Jahren in Haft

Pastor Gideon* berichtet, dass Christen aus verschiedensten Gründen immer wieder verhaftet und freigelassen werden, die Haft kann ein Jahr oder einen Monat dauern. Doch der wahre Grund – das ist ihr Bekenntnis zu Jesus Christus – wird niemals als Haftgrund genannt. „Einige hochrangige Kirchenleiter sind seit über 20 Jahren inhaftiert. Leiter werden verhaftet, aber andere Leiter rücken nach. Gemeindemitglieder werden inhaftiert, und andere stehen auf. So gibt es in den Gemeinden weiterhin Leiter und Mitglieder, die sich durch Gefängnis und Tod nicht aufhalten lassen.“

Der Pastor hat selbst insgesamt sechseinhalb Jahre in verschiedenen Gefängnissen verbracht, auch in der Hauptstadt Asmara, wo viele Christen inhaftiert und die Haftbedingungen äußerst schlecht sind. Durch psychische und physische Folter sollen die Christen dazu gebracht werden, sich im Austausch für ihre Freiheit von Christus abzuwenden. „Einige Zellen sind sehr klein. Man kann sich nicht bewegen und es gibt keine Fenster in der Zelle“, sagt Pastor Gideon. „Wir wurden wie Sklaven behandelt. Sie versuchen auf jede erdenkliche Weise, deinen Körper, deinen Geist und deine Gesundheit zu erschöpfen. Das Essen ist wenig und taugt nicht, um sich richtig zu ernähren. Wasser ist rar und verschmutzt. In den ersten drei Monaten haben sie uns schwer geschlagen. Sie riefen und schlugen uns mitten in der Nacht, aber auch tagsüber, wenn du es am wenigsten erwartet hast. Ich wurde zu schwerer Arbeit gezwungen. Nicht für Tage oder Monate, sondern für Jahre.“

Schläge und Folter waren schrecklich für Pastor Gideon, am zermürbendsten war jedoch die Monotonie. „Man sitzt nur da. Und kann leicht psychisch krank werden, denn der Schmerz, den man innerlich fühlt, traumatisiert einen. Alles, was man denkt, erzeugt Stress. Das Einzige, was sie tun, ist, einem zu drohen. Sie verlangen von einem, seinen Glauben zu verleugnen und ihn zu hassen. Es gab Zeiten, in denen die Versuchung, Christus zu verleugnen, sehr real war. Aber mit Gottes Hilfe hielten wir durch. Unsere Weigerung Christus zu verleugnen, hat unsere Gefängniszeit verlängert. Hätten wir das getan, hätten sie uns früher freigelassen.“

Doch selbst unter diesen Bedingungen teilte Pastor Gideon das Evangelium mit Mitgefangenen und sogar mit den Wärtern. „Wir konnten Wärtern erklären, warum wir inhaftiert waren. Einige nahmen sogar Jesus als ihren Retter an. Die glücklichsten Momente im Gefängnis waren die Begegnungen mit Menschen, die sich Jesus zuwandten. Sie waren aus anderen Gründen inhaftiert. Wir haben ihnen von Christus erzählt. Sogar Muslime fanden zu Christus.“

„Gott schenkt Gnade. Das haben wir dort erlebt. In all dem Leid suchten wir Gottes Angesicht. Wir haben gebetet.“ Ihre Gebete wurden erhört, als eine Bibel in das Gefängnis geschmuggelt wurde. „Wir lasen sie abwechselnd und ermutigten und belehrten uns gegenseitig.“

Durch all dies sind Pastor Gideons Glaube und Dienst gewachsen. „Ich lebe für Christus. Dazu bin ich berufen. Meine Arbeit hat nach meiner Freilassung zugenommen. Wenn ich sehe, welche Kraft und Gnade Gott mir nach dem Gefängnis gegeben hat, ist das besser als vor dem Gefängnis.“ Er setzt heute seine Arbeit fort, obwohl er weiß, dass er dafür jederzeit erneut inhaftiert werden kann.

Auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors belegt Eritrea aktuell Rang 6. Beten Sie bitte für die Hunderte von inhaftierten Christen sowie für die Einheit der Christen im Land.

*Name geändert

Nachricht bereitgestellt von Open Doors Deutschland

Hinweis: Herzliche Einladung zum Open Doors Tag 2022 am 28. Mai! Wir werden von Christen aus Afghanistan und weiteren Ländern hören, was Jesus in ihrem Leben getan hat. Seien Sie um 20:15 Uhr online oder auf Bibel TV dabei – am besten mit Freunden und Gemeinde. Oder als ganze Familie beim Open Doors Kindertag, der ab 14:00 Uhr online verfügbar ist. Wir freuen uns auf Sie!

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Über Open Doors

Das überkonfessionelle christliche Hilfswerk Open Doors ist seit 1955 in mittlerweile mehr als 70 Ländern im Einsatz für verfolgte Christen. Jährlich veröffentlicht Open Doors den Weltverfolgungsindex, eine Rangliste von 50 Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. Nach aktuellen Schätzungen leiden in diesen Ländern rund 312 Millionen Christen unter sehr hoher bis extremer Verfolgung. Projekte von Open Doors umfassen Hilfe zur Selbsthilfe, Ausbildung von christlichen Leitern, Engagement für Gefangene, Nothilfe und Trauma-Arbeit, die Bereitstellung von Bibeln und christlicher Literatur sowie die Unterstützung von Familien ermordeter Christen. Mit einer breiten Öffentlichkeitsarbeit informiert das Werk in Publikationen und mit Vorträgen über Christenverfolgung und ruft zu Gebet und Hilfe für verfolgte Christen auf.
Die Arbeit von Open Doors Deutschland e. V. wird durch Spenden finanziert. Das Werk trägt das Spendenprüfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz.

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China: Verbreitung des Evangeliums immer schwieriger

(Open Doors, Kelkheim) – Chinas Christen haben gelernt, auch bei extremer Verfolgung ihren Glauben zu behalten und zu verbreiten. Während der Kulturrevolution von 1966 bis 1976 unter Mao Zedong trafen sie sich oft schon um 4 Uhr morgens, um nicht entdeckt zu werden. Einige beteten und fasteten 10, 20 oder 30 Tage lang. Sie verbrachten Stunden in Gebetsversammlungen und waren geübt darin, durch Fenster und Hintertüren zu fliehen oder sich auf den Feldern zu verstecken, wenn die Polizei kam. Mao ließ Abertausende in Lager und Gefängnisse werfen oder gleich ermorden. Trotz Verfolgung aber wuchs die Gemeinde, von etwas weniger als einer Million um 1960 auf heute fast 100 Millionen.


Texte von Anbetungsliedern auf dem Smartphone sind für diese Christinnen in China nichts Ungewöhnliches. Wie lange noch?

Systematische Einschränkung des christlichen Glaubens

Nach Mao folgte eine Phase größerer Freiheit für die christlichen Gemeinden. Jedoch seit der Machtübernahme durch Xi Jinping 2012 hat die Unterdrückung und Verfolgung religiöser Gruppen wieder stark zugenommen. Christen dürfen ihren Glauben leben, die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) will jedoch die Inhalte und Ausrichtung des Glaubens und der Gemeinden bestimmen. Wer Jesus über Xi Jinping stellt, muss mit Bestrafung rechnen. Seit 2013 wurden Tausende Kirchen und ihre Einrichtungen geschlossen und einige zerstört. Minderjährigen ist der Zugang zu christlicher Lehre und Veranstaltungen verboten. Der Verkauf der Bibel wird kontrolliert, der Zugang zu Bibel-Apps und christlichen Internetinhalten ist weitgehend blockiert. Kritik an der Regierung wird bestraft, Pastoren müssen die sozialistischen Prinzipien der KPCh verbreiten. Sie sind verpflichtet, die Anpassung der Religion an den chinesischen Sozialismus herbeizuführen. Präsident Xi will die Verbreitung des Evangeliums stoppen und treibt gleichzeitig die Umerziehung der Gesellschaft mit allen Mitteln voran.

Ab dem 1. März wird das Regime mit verschärften Maßnahmen religiöse Information im Internet noch strenger regulieren. Verbreitung christlicher Inhalte sowie die Nutzung des Internets für virtuelle Zusammenkünfte christlicher Gemeinden werden dann nur noch mit einer entsprechenden Lizenz möglich sein. Der Erwerb der Lizenz ist mit hohen Hürden verbunden. Während der Pandemie haben sich viele Gemeinden aufgrund von Versammlungsverboten zu ihren Gottesdiensten und Hauskreisen online getroffen. Inwieweit dies zukünftig möglich sein wird, ist noch nicht abzuschätzen.

Auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors hat sich China von Rang 43 im Jahr 2018 auf aktuell Rang 17 verschlechtert. Bitten Sie Jesus um Standhaftigkeit und Weisheit für die Christen im Land.

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Open Doors ist als überkonfessionelles christliches Hilfswerk seit über 65 Jahren in mittlerweile mehr als 70 Ländern im Einsatz für verfolgte Christen. Jährlich veröffentlicht Open Doors den Weltverfolgungsindex, eine Rangliste von 50 Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. Nach aktuellen Schätzungen leiden in diesen Ländern rund 312 Millionen Christen unter sehr hoher bis extremer Verfolgung. Projekte von Open Doors umfassen Hilfe zur Selbsthilfe, Ausbildung von christlichen Leitern, Engagement für Gefangene, Nothilfe und Trauma-Arbeit, die Bereitstellung von Bibeln und christlicher Literatur sowie die Unterstützung von Familien ermordeter Christen. Mit einer breiten Öffentlichkeitsarbeit informiert das Werk in Publikationen und mit Vorträgen über Christenverfolgung und ruft zu Gebet und Hilfe für verfolgte Christen auf.
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